Vortrag: Scholarly Context Gone Missing!

Zum Beginn des Semesters durften wir einem interessanten Vortrag beiwohnen, der sich um digitale Referenzierung im Web drehte…

Einige Hauptfragen die erklärt und anschaulich demonstriert wurden, sind folgende:
Wissenschaftliche Referenzierung mit Feherquellen, was passiert wenn der Context sich ändert?
Was ist Content-Drift? Was ist ein Link-Rot, bzw. Referenz-Rot?
Wie kann man dagegen vorgehen und in Zeiten einer zunehmend digitalen Welt den Context wahren?

Beispiel:
Jemand referenziert eine Website und einige Jahre später wird diese Website unter dem angegebenen Link in den Referenzen aufgerufen. Inzwischen hat sich aber der Inhalt der Seite gänzlich geändert und ein Inhaltlicher Zusammenhang mit der Arbeit ist nicht mehr herzustellen, schlimmer noch, ein neuer, falscher Trugschluss zum Beleg einer These o.ä. wird gezogen! Das ist Content-Drift. Besser, aber auch nicht ideal ist es, wenn die Seite nicht mehr Verfügbar ist, z.B. Fehler 404 – ein Link Rot.

Diesem ganzen Drama kann man elegant entgegen wirken. Es gibt sogenannte Weblibrarys, die den aktuellen Stand einer Website archivieren, mit Datum und Zeit und mit neuem Link, so dass man in wissenschaftlichen Arbeiten mit diesem Link quasi auf ein Archiv-Exemplar der Website aufruft – und so natürlich auch den Context wahren kann. Ein Problem der Neuzeit das früher nicht existiert hat, bzw. mit der zunehmenden Digitalisierung erst frappierend wird.

 

One Comments

  • Christine Goutrié 27. Dezember 2016 Reply

    konkretes Beispiel einer Weblibrary mit Link, damit man das gleich mal ausprobieren kann? Und wer muss das erstellen? Kann ich als Autorin das machen? oder nur die Leute, die die Website erstellt haben?

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